Um sehr zeitig im Jahr mit der Anzucht beginnen zu können, wollte ich mal ein Hotbed ausprobieren. Also habe ich mir von Anna aus Oldhorst Pferdemist besorgt. Der hatte ungefähr 10 Grad Temperatur. Nachdem ich eine Ecke im Gewächshaus freigeräumt hatte (wir haben gerade einiges an Überwinterungsgästen hier drin stehen), habe ich ein paar alte Holzlatten in den Boden gerammt.
Danach habe ich mir eine Lasagne aus jeweils einer Lage Pferdemist, frischem Kompost und neuem Material von unserem Komposthaufen (Küchenabfälle, Einstreu aus dem Meerschweinkäfig) gebastelt, zwischendurch gewässert mit der Gießkanne. Wichtig ist wohl, dass man nach jeder Lage schön verdichtet, man kann es zum Beispiel mit den Füßen feststampfen.
Es ist übrigens unglaublich, wieviel Leben in unserem Kompost Anfang Februar herrscht:
Nachdem alles schön geschichtet war, habe ich das Thermometer wieder reingesteckt – und nun bin ich gespannt, wie hoch die Temperatur geht.

Hat schon ein wenig gedauert, aber nach 10 Tagen war die Temperatur auf 16 Grad gestiegen. Ich warte noch ein paar Tage, mal sehen ob es noch über 20°C steigt. Dann könnte ich die Tomatenpflänzchen draufstellen 🙂

Leider ist die Temperatur nun, 14 Tage später, die Temperatur wieder gefallen auf 11 Grad. Wahrscheinlich ist das Volumen einfach zu klein und die Verdichtung war nich gut. Also lasse ich es vor sich hin rotten und versuche es nächstes Jahr nochmal :-).